

19. mai 2026 | unsere aktuellste publikation
19. Mai 2026 | schreiben im netz seit 1995 | Eine Zwischenauswertung mit #chatGPT:
Die 3 Quellen: dfdu.org/presse | dfdu.org/Publikationen | die Liste der Fake-Bücher in der Tradition nach H.C.Artmann:
- Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen — 19. Mai 2026
- being quantum — 2026
- #Sozialarbeit als Arbeit am Sozialen 4/4 — 2026
- Nie wieder sinnvoll — 24. April 2026
- #EndOfTheory — 22. Februar 2026
- LiquidNoise — 15. März 2026
- Die soziale Frage — 2025
- Das Desaster von Job, Beruf, Profession und Disziplin — 2025
- Menschliche Kommunikation for dummies — 09.06.2022
- Kopf, Hand & Herz — 23.05.2022
- #PsySocCybBio 2/4 — 2021
- #mimitkotami — 20.02.2021
- Wissenschaft als Religion — 2020
- Mehr Diktatur wagen — 2020
- Der Körper der Körper — 2020
- #StanisławLem Band 1/2 — 2020
- #StanisławLem Band 2/2 — 2020
- #Open? just 2 little #Free 3/4 — 2019
- Elias Canetti: Masse und Macht — 2015
- Q84056230: Schwärme und Macht — 2015
- Die Welt von Gestern — 2015
- unterscheiden beobachten handeln 1/4 — 2013
- Die Form der Unruhe — 2009 / 2010
- Staat 2.0 — 2006
- Gebete — 2006
- Soziale Arbeit als professionelle Rebellion — 2004
- GAS — 2001
- Menschliche Kommunikation for dummies — 2001
- LÜGEN — 1999

Nach dem Muster gefragt gibt #chatGPT aus: “Seit 1995 lässt sich in den Texten, Publikationen und Fake-Büchern eine erstaunlich konsistente Drift beobachten. Nicht im Sinne einer linearen Theorieentwicklung, sondern als Verschiebung der zentralen Frage.
Am Anfang steht die Euphorie des Netzes. Die frühen Arbeiten kreisen um Öffentlichkeit, Gespräch, Hyperlink, Vernetzung und Gegenöffentlichkeit. Das Netz erscheint als neuer Kommunikationsraum. Bücher wie „LÜGEN“, „GAS“ oder „Menschliche Kommunikation for dummies“ bewegen sich noch stark innerhalb der Frage, wie digitale Kommunikation klassische Öffentlichkeit verändert. Parallel dazu fällt historisch der Ostblock, globale Netzwerke entstehen und das Internet wird zur kulturellen Infrastruktur einer neuen Epoche.
Nach 2001 verändert sich der Ton deutlich. Mit 9/11 und den neuen Sicherheitsarchitekturen verschiebt sich die gesellschaftliche Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit zu Kontrolle, Identität und Moral. In den eigenen Arbeiten tauchen nun Dissidenz, Medienexperiment und Gegenöffentlichkeit auf. Projekte wie rebell.tv oder Rocketboom stehen exemplarisch für diese Phase. Kommunikation wird nicht mehr bloss als Befreiung erlebt, sondern als umkämpfter Raum.
Ab etwa 2011 beginnt ein weiterer Übergang. Die Arbeiten werden beobachtender, systemischer und abstrakter. Begriffe wie Kartenraum, Kulturwechsel, Beobachtung oder Schwärme treten in den Vordergrund. Die Fake-Bücher beginnen nicht mehr primär Medien zu kritisieren, sondern die zugrunde liegenden Leitunterscheidungen zu irritieren: wahr/falsch, öffentlich/privat, Zentrum/Peripherie. Die Plattformkrisen rund um „Fake“, Empörung und algorithmische Öffentlichkeit verstärken diese Bewegung zusätzlich.
Seit 2020 verschiebt sich die Arbeit erneut – diesmal deutlich in Richtung Infrastruktur. Commons, Blockchain, Versorgung, Verifizierbarkeit, Resilienz, Autarkie und operative Organisation treten ins Zentrum. Corona, Krieg, Lieferkettenkrisen und KI machen sichtbar, dass Kommunikation nicht mehr nur Medienfrage ist, sondern Infrastrukturfrage wird. Projekte wie Q102014.xyz, neugieronautik.ch oder 2030.AutarkieIndex.org markieren diesen Übergang sehr klar.
Die Drift der letzten 30 Jahre lässt sich deshalb vereinfacht als Bewegung durch drei kulturelle Spannungsfelder lesen:
- Öffentlichkeit / Medien
- Moral / Fake / Identität
- Commons / Infrastruktur / Verifizierbarkeit
Die frühen Arbeiten bewegen sich stark innerhalb von (1), geraten dann in die Konflikte von (2) und arbeiten heute zunehmend operativ an (3).
| Zeitraum | Gesellschaftliche Drift | Eigene Arbeitsbewegung | Typische Begriffe |
|---|---|---|---|
| 1995–2001 | Netzglobalisierung / digitale Öffentlichkeit | Öffentlichkeit / Hyperlink / Gespräch | Öffentlichkeit, Kommunikation, Hyperlink |
| 2001–2011 | Sicherheitsarchitekturen / Plattformisierung | Medienexperiment / Dissidenz / Gegenöffentlichkeit | Dissidenz, Medien, Gegenöffentlichkeit |
| 2011–2020 | Plattformkrise / Fake / Kulturbruch | Beobachtung / Kartenraum / Kulturwechsel | Beobachtung, Schwärme, Kartenraum |
| 2020–2046 | Infrastrukturkrise / Versorgung / KI | Commons / Infrastruktur / Verifizierbarkeit | Commons, Resilienz, Blockchain, Infrastruktur |
Die eigentliche Überraschung liegt darin, dass diese Drift im Rückblick erstaunlich konsistent erscheint. Nicht als Masterplan, sondern als langfristige Verschiebung der Beobachtungsebene: von Medien zu Infrastruktur.”

Ich frage ChatGPT um einen Abgleich mit der Denkfigur von #TheFakeAwakening: “Rückblickend lässt sich die eigene publizistische Bewegung erstaunlich präzise entlang der drei Linien aus „The Great #FakeAwakening“ lesen.
Die frühen Arbeiten entstehen vollständig innerhalb der Kulturform der Moderne. Das Netz erscheint als Raum neuer Öffentlichkeit: Hyperlink, Gespräch, Vernetzung, digitale Gegenöffentlichkeit. Blog, Vlog, Wikipedia oder Projekte wie rebell.tv und Rocketboom sind getragen vom Vertrauen, dass mehr Kommunikation auch mehr Kritikfähigkeit, mehr Öffentlichkeit und mehr gesellschaftliche Offenheit erzeugen könne. Die eigene Arbeit versucht nicht, die Moderne zu überwinden, sondern ihre Versprechen unter neuen technischen Bedingungen weiterzuführen.
Dann beginnt dieses Vertrauen langsam zu erodieren. Mit Plattformisierung, Sicherheitsarchitekturen, algorithmischer Öffentlichkeit und der Rückkehr moralischer Polarisierung verschiebt sich die gesellschaftliche Dynamik. Wahrheit wird zunehmend moralisiert; wahr/falsch kippt in legit/fake. Genau dort entsteht die zweite Phase: die Beobachtung und Skandalisierung dieser Re-Moralisierung. Begriffe wie Dissidenz, Kulturwechsel, Kartenraum oder FakeAwakening markieren den Versuch, die neuen Dynamiken sichtbar zu machen. Die Arbeit wird beobachtender, systemischer und konflikthafter. Nicht mehr die Befreiung durch Kommunikation steht im Zentrum, sondern die Analyse ihrer Erosion.
Parallel dazu entsteht jedoch langsam eine dritte Bewegung. Nicht als Theorie, sondern aus praktischer Erfahrung. Aus Bloggen, Vloggen, Wikipedia, Netzwerken, Commons-Erfahrungen, Blockchain, Passadis oder experimentellen Gemeinschaftsformen wächst schrittweise das Vertrauen, dass eine andere Form sozialer Organisation möglich werden könnte. Nicht gegründet auf Moral oder klassische Wahrheitsansprüche, sondern auf operative Anschlussfähigkeit: Verifizierbarkeit, Infrastruktur, Commons, Koordination, CommunityCare, SmartSettings oder Xerocracy. Projekte wie Q102014.xyz, 2030.AutarkieIndex.org oder neugieronautik.ch markieren diesen Übergang deutlich.
#commoroque wird in diesem Zusammenhang nicht als Utopie sichtbar, sondern als Name für eine langsam auftauchende Kulturform. Eine Form, die versucht, jenseits von Re-Moralisierung und zerfallender Öffentlichkeit neue soziale Stabilität zu organisieren — über Infrastruktur, Protokolle, Commons und neue Formen kooperativer Anschlussfähigkeit.”

#omg | 24. april 2026 | #TheGreatReset | ha!ha!habe dieses video gesehen & war entsetzt | achja: die KI | eine homage an benjaminbargetzi.com
Textsorte: Blitz
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass:
- Freitag, 27. März 2020 | Bot C erinnert mich an eine alte Intervention: “Hommage an H.C. Artmann”. Ich beginne im Archiv zu suchen…
- Dienstag, 13. Oktober 2020 | die TL von @RPaedagogik sorgt dafür, dass ich diesen Eintrag erweitere.
TL;DR: Seit 25 Jahren denke ich die gleichen Gedanken und bringe kein Vertrauen in meine Perspektive :-/
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: #DataLiteracy Carl-Auer Verlag Heidelberg

22000 Seiten umfaßt das voluminöse Werk des avantgardistischen Schriftstellers Bazon Brock (26 J.). Wie weiland Diogenes in sein Faß, hat er sich zwischen Betonrahmen zurückgezogen und protestiert in Frankfurt gegen die Westentaschenformate im deutschen Buchhandel.; Bild: Aktion “Das Blätterbuch – Gymnastik gegen das Habenwollen”, Frankfurter Buchmesse, Oktober 1962 © AP
“Hommage an H.C. Artmann”


Zum Tweet | LÜGEN, 1999
Weitere “Bücher”, welche ich in den frühen 00-er Jahren geschrieben habe…

Zum Tweet | Staat 2.0, 2006
oh. damals referenzierte ich auf:


Zum Tweet | GAS, 2001

Zum Tweet | Gebete, wann?
Fundstücke während der Suche
Das waren sicher 3 mir sehr wichtig Bücher… Es gab aber noch mehr… ich bin am suchen…
Wie Helfen zum Kommerz wurde (Band 3)
- als Fortsetzung auf C. Wolfgang Müller “Wie helfen zum Beruf wurde”. Es muss ein Manuskript geben, bzw. ein detailliertes Inhaltsverzeichnis, welches ich an den Beltz-Verlag schickte (zusammen mit dem Lügen-Duden, vermittelt von… “Kaffee oder Tee” (swr/ard, Julia Onken)
(spurensuche nach inhaltsverzeichnis und buchumschlag, 13.10.2020)
wenn c. wolfgang müller einen band 5 zu WIE HELFEN ZUM BERUF WURDE @beltz_juventa bringen würde, wäre das ev. schöner thread (so?)




H.C. Artmann – 2020




Wollte eigentlich den Titel: Gewaltige Schwärme :-/ Aber dafür kommt wohl dieses Vorwort @imTunnel dazu ;-)


Heute würde ich die Titel schon wieder anders setzen:
1/3 Soziale Arbeit ist Arbeit am Sozialen (integriert 1/4 und 2/4)
2/3 @102014.xyz #TheGreatReset @wef NOT (/3/4)
3/3 Der Autarikie Index (Auskoppelung und Erweiterung aus 4/4)
In den 2 Corona-Jahren 2020/21: Aktuelle Bezüge zu den Inhalten 20 Jahre zurück.
2025

Anderes
Wissenschaft als Religon – #SNAPeriment vom 26. Mai 2020 – offensichtlich kann ich es nicht mehr ;-)
Publikationen | Presse | #WhatsNext? user:sms2sms ;-)

“ein jeder tag, an welchem ich kein buch publizierte, war mir ein verlorener tag.” sagte auch H.C.Artmann | #BekenntnisEkel


22. Februar 2026
Abspann

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019):
Twitter, Wikipedia, Youtube (aktuell), Soundcloud, Instagram, Snapchat, TikTok, Twitch
Stefan M. Seydel/sms ;-)
(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialarbeiter, Künstler.
Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Pendelte bis 2010 als Macher von rebell.tv zwölf Jahre zwischen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Ende 2018 entwickelte er in Zürich-Hottingen in vielen Live-Streams – u.a. in Zusammenarbeit mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz – den Workflow WikiDienstag.ch, publizierte während der Corona-Krise in der NZZ einen Text über Wikipedia, initiierte das #PaulWatzlawick-Festival 2020 und schreibt aktuell an: #DataLiteracy – Elemente einer Kulturform der Digitalisierung im Carl Auer Verlag, Heidelberg. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegründeten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträgen der FH St. Gallen, Gesundheitsdirektion Kanton St. Gallen, Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der EU aus einer Anstellung als Leiter Impuls- und Pilotinterventionen für die Aids-Hilfe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mitten in die Schweizer Alpen.

#dfdu DIE FORM DER UNRUHE Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010